Immer mal wieder erreichen mich seltsame Blindbewerbungen. Ab und zu frage ich sogar nach, woher denn die Annahme stammt, ich würde Stellen anbieten. Bisher habe ich noch nie eine Reaktion erhalten. Deswegen nehme ich mir die Freiheit das Anschreiben einer solchen Blindbewerbung hier zur Unterhaltung wiederzugeben. Zum besseren Verständnis habe ich meine Gedanken eingefügt :)
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bewerbe mich bei Ihnen als Java/J2EE-Entwickler. Nach jahrelangem Studium [ohne Abschluss] mit Schwerpunkten Künstliche Intelligenz und Computergrafik und mit breit angelegter Informatik-Bildung, habe ich mich entschieden, meinen Schwerpunkt einer angehenden Arbeitstätigkeit im Java-Umfeld zu suchen.
Ich bin qualifiziert, die von Ihnen [nicht] angebotene Tätigkeit auszuüben, da ich bereits während meines Studiums Erfahrungen mit der Konzeptionierung und Realisierung von Software-Projekten, in Gruppen mit jeweils mehreren Personen [Ah, da hat doch Tatsächlich jemand die Seminare und Übungen besucht] gemacht habe. [Ich habe sonst keinerlei Praxiserfahrung]
Während des Studiums habe ich immer wieder mit Java programmiert, zumeist Applets [entsprechend Umfanreich waren diese Gruppenprojekte]. Bis vor kurzem befand ich mich in einer Java-Weiterbildungsmaßnahme [denn ich muss trotz Studium mich vom Arbeitsamt aushalten lassen], um die ich mich selbst seit langem bemüht habe [in der Zeit hätte ich sonst arbeiten müssen], da zum einen in Stellenangeboten frequentiert nach Java-Programmierern nachgefragt wurde, andererseits Java eine mir leicht zur Hand gehende Programmiersprache in Erinnerung geblieben war. [Ist zwar schon Jahre her, aber wenn es sonst keine Jobs gibt...]
Ich freue mich, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden. Für Rückfragen - auch per E-Mail - stehe ich Ihnen gern auch kurzfristig zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
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Sehr geehrter Herr Bewerber,
vielen Dank für ihre [unsere und Ihre Zeit verschwendende] Bewerbung in unserem Hause.
Wie Sie sich sicher vorstellen können, erhalten wir [schon] auf unsere ausgeschriebenen Stellenanzeigen eine Flut von [völlig sinnfreien] Bewerbungen.
Dabei fällt uns die Auswahl bei der [katastrophal] großen Zahl [völlig un-] qualifizierter Zuschriften nicht immer [so] leicht.
In dem von Ihnen angesprochenen Themengebiet können wir [besonders] Ihnen im Moment leider keine freie [Liege-] Position anbieten.
Wir wünschen Ihnen für Ihre weitere Suche [nach leicht "von der Hand gehenden" Erinnerungen] viel Erfolg und verbleiben [weiter mucksmäuschenstill]
mit [dem Unterhaltungswert geschuldeten] freundlichen Grüßen
Ihre Personalabteilung
Gruss
Bernd
Sollte man sich vielleicht auch über Ihren Werdgang sich Lustig machen müssen? Schließlich, wenn ich das richtig entnehmen kann, sind Sie auch OHNE IRGENDWELCHEN ABSCHLUSS. Da mangelt es Ihnen doch an jeder Qualifikation überhaupt mitreden zu dürfen ... "man sollte NIE mit Steinen werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt". Dann Lesen Sie mal folgenden Lebenslauf ... (klingt nach: ich habe es nie geschafft etwas fertig zu machen, Vorlesungen und Übungen ... war ich eh unnötig): Bernd Eckenfels (34) hat nach Abschluß der fachgebundenen Hochschulreife am technischen Gymnasium in Bruchsal einige Semester Informatik an der Universität Karlsruhe (TH) studiert. Daneben arbeitete er selbständig im Bereich Internetworking, Unix und Linux Administration (FUN Kommunikationssysteme, T-Online International, Xlink), Ecommerce Software Entwicklung (Cinetic) und gab Schulungen in diesen Bereichen.
... von unzählbaren Rechtschreibfehlern ganz zu schweigen. Ich glaube Sie sind ein Selbstdarsteller mit Mangel an Aufmerksamkeit (aber ohne jede Kompetenz).
Gruss
Bernd
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